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Mittwoch, 21. November 2018

Neuigkeiten

20.11.18

Märchen verrückt gemixt

Niederdeutsche Bühne: Akteure amüsierten mit rasantem Fabel­ Mix, viel Wortwitz, Situationskomik...

05.11.18

Von Gockeln, Mammuts und Raubkatzen

NBN feierte Premiere mit der niederdeutschen Erstaufführung „De Pantüffelpanther“ im ausverkauften...

08.10.18

Liebesgeschichte kam gut an

140 Zuschauer sahen die Premiere „Wenn Mööv mit Mozart" bei der Niederdeutschen Bühne

Newsdetails

Modernes für ein junges Publikum

Niederdeutsche Bühne startet in die neue Saison / 15 000 Zuschauer besuchten in der Saison – deutliche Steigerung

"Wenn Mööv mit Mozart" ist das Auftaktstück der neuen Saison

Holsteinischer Courier - Samstag, 22.09.2018

von Gabriele Vaquett

Schon als kleines Kind war Niels Münz mit Großvater Hans und Vater Werner in der Niederdeutschen Bühne quasi zu Hause. Jetzt kehrte der 41-Jährige nach zehn Jahren wieder nach Schleswig-Holstein zurück – und ist neuer Bühnenleiter - als Nachfolger von Dieter Milkereit. „Wir waren erstaunt, wie präsent das Plattdeutsche ist, es ist richtig modern geworden, ein toller Zeitgeist“, sagen er und seine Frau Mareike, die die Öffentlichkeitsarbeit macht. Sie stellten mit dem stellvertretenden Bühnenleiter Frank Juds die neue Saison vor – und wollen mit modernen Stücken junges Publikum gewinnen: „Das ist eine spannende Aufgabe.“

Die NBN ist dabei auf einem guten Weg: Die Zuschauerzahl stieg in der Saison 2017/18 um 3000 auf über 15 000. Erneut gibt es ein Weihnachtsmärchen für Schulen – „die Vormittage sind jetzt schon zu 95 Prozent ausgebucht“, sagt Juds. „Es war einmal – 7 Märchen auf einen Streich“ (17.11. – 9.12., nur buchbar über Tel. 2528029) versammelt turbulent und urkomisch Märchenfiguren – trottelige Feen, böse Wölfe mit Hüftgold, Froschkönige, die Großmütter fressen – „ich habe noch nie so schallend gelacht beim Lesen eines Drehbuchs“, sagt NBN-Mitglied Volker Rohweder.

Fürs jüngere Publikum wird es nach „Alien Rock“ erneut ein Theaterprojekt für junge Erwachsene geben. „Platt ist cool, in diese Richtung werden wir weitergehen“, sagt Niels Münz.

Der Start in die Saison ist allerdings klassisch: „Wenn Mööv mit Mozart“ (Premiere 5.10.) dreht sich um den Sonderling Mozart, der auf die liebenswert-verrückte Lina (Spitzname: Mööv) trifft. Auch „De Pantüffelpanther“ (Premiere 2.11.) nimmt Allzumenschliches aufs Korn: Kleinunternehmer Walter täuscht seiner Frau vor, er mache Rentner-Hilfsjobs. In Mafia-Kreisen wird er dann mit einem Killer verwechselt.

Nach der Weihnachtszeit folgt als Klassiker zum dritten Mal auf der NBN-Bühne „Loop doch nicht jümmers weg“ (Silvesterpremiere), eine Verwechslungskomödie, in der sich echte und falsche Pastoren die Klinke in die Hand geben.

Ein ernstes Stück gehört immer dazu: „Dat kole Grusen“ (Premiere 8.2.) ist eine niederdeutsche Erstaufführung und handelt von der Psychiatrie-Patientin Jana. Sie soll sich auf dem Land erholen, doch es geschieht Erschreckendes – ein Blick in menschliche Abgründe.

Um die Midlife-Crisis einer reifen Frau dreht sich „Mittendrin“ (Premiere 8.3.), auf eine Zeitreise durch die wilden 50er-Jahre geht die plattdeutsche Musikrevue „Wi sünd wedder wer – vun Petticoat un Wirtschaftswunner“, einem Potpourri aus der Zeit, in der Clementine noch die Lebensfragen beantwortete, Toast Hawaii ein Kultgericht war und Peter Kraus abrockte (Premiere 5.4.).

Nicht fehlen dürfen die Sonderveranstaltungen: Klappmaul - Werner kommt mit „ihm seine Soloshow“ (21. Oktober), und schön kuschelig wird es an drei Nachmittagen bei der Adventslesung „Wiehnachten bi de Nedderdütschen“ (14./15. /16.12.). Philip Lüsebrink, Regisseur des Weihnachtsmusicals und der 50er-Jahre-Revue, ist als Nachtwächter und Musikstudent auf der NBN-Bühne und lebt seinen großen Traum, ein Star zu werden. 

22.09.2018 15:17 Alter: 60 Tage