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Der Teebeutel mag den Kuckuck nicht

Die Premiere kam gut an – Niederdeutsche Bühne Neumünster zeigt das Kindermusical „Der Lebkuchenmann“

Den Stars ganz nah: Eine große Bühne für alle Kinder nach der Premiere von „Der Lebkuchenmann“. Jedes Kind durfte Fragen stellen, Autogramme jagen und ein Plakat mit nach Hause nehmen.

Manche Schauspieler stehen in dem Stück das allererste Mal vor Publikum auf der Bühne.

Von Sven Janssen 

Gemeinsam hieven Herr von Kuckuck (von links), Frau Pfeffer und Herr Salz den Lebkuchenmann auf das höhere Regalbrett. © 

Neumünster. Küchenradio an und der Song Last Christmas dröhnt aus den Boxen. Ein lauter Aufschrei, gefolgt vom schnellen Senderwechsel. Ach, die Protagonisten im Kindermusical Der Lebkuchenmann der Niederdeutschen Bühne Neumünster sind einem schon in der ersten Minute sympathisch. Sie alle eint die tiefe Abneigung zu diesem Weihnachtsohrwurm.

Aber das nur am Rande, denn Herr Salz (Monique Schilling), Frau Pfeffer (Farina Brünning) und der Lebkuchenmann (Leon Rückert) müssen in ihrem Küchenregal an einem Strang ziehen, damit Herr von Kuckuck, nicht in der Mülltonne landet. Der hat nämlich seine Stimme verloren, was den großen Menschen so gar nicht gefällt. Was nicht funktioniert, kommt weg. Eine Nacht an Bord des Regals bleibt der illustren Truppe, um einen Rettungsplan zu schmieden und das Schlimmste zu verhindern.

Nicht, dass das schon reichen würde, gibt es da auch noch Flitsch, die Maus (Werner Münz), die den Helfern das Leben schwer macht. Von Hunger getrieben würde die Mafiamaus gerne am Lebkuchenmann nagen, und außerdem ist sie schuld, dass die Erwachsenen Gift im Küchenschrank auslegen. Dummerweise haben sie genau damit ausgerechnet den Honig vergiftet, der die Stimme vom Kuckuck retten sollte, der jetzt um sein Leben ringen muss.

Der alte Teebeutel (Annkathrin Köper) kennt sich gut mit Kräutertränken aus. Nur schade, dass er so gar kein Freund von Herr von Kuckuck ist und lieber einsam auf dem oberen Regal in seiner alten Teekanne lebt. Der Lebkuchenmann setzt sich für die Freundschaft ein. Er kämpft gleich an verschiedenen Fronten, um die Mannschaft an Bord zusammenzuhalten. 

Viel Applaus gab es für das Stück schon bei der Premiere. Gerechtfertigt, denn 90 Minuten lang wusste das Musical zu unterhalten. Es machte Freude zu sehen, wie das Zusammenspiel aller Darsteller klappte, und das, obwohl fast jeder in diesem Stück sein Debüt feierte. Schilling, Bünning und Köper standen das erste Mal auf der Bühne. Karolin Wunderlich, die sonst im Kieler Werftparktheater arbeitet, führte erstmals im Studiotheater Regie. Auch Souffleurin Christine Liebing, Inspizientin Bettina Belkner und Maskenbildnerin Anna Kalkowski holten sich ihren ersten Applaus bei der Premiere ab.

Neben den neuen Schauspielern wurden am Ende aber auch die alten Hasen (Hauptmann, Rückert und Münz) gefeiert, als die Kinder die Bühne stürmen durften, um ihren Stars ganz nah zu sein. Der Lebkuchenmann war umlagert von jungen Autogrammjägern. Und auch Herr von Kuckuck musste viel auf den verschenkten Plakaten unterschreiben.

Noch bis Sonntag , 10. Dezember, wird das Kindermusical im Studiotheater gespielt. Alle Termine und weitere Infos auf www.niederdeutsche-buehne-neumuenster.de im Internet 

 

 

21.11.2017 18:05 Alter: 22 Tage