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Sonntag, 26. März 2017

Neuigkeiten

13.03.17

Premiere bei der NBN: Ein gelungenes Stück Amateurtheater

120 Besucher der Niederdeutschen Bühne erlebten äußerst angetan am Freitagabend die Premiere des...

12.03.17

Herrlich komisch und gefühlvoll

Wenn drei Altenheim-Bewohner zusammen mit der vorlauten Göre auf der Bühne rappen, dann ist das...

10.02.17

NIEDERDEUTSCHE BÜHNE: „Twee Bröder“: Spannender Krimi um Schuld und Sühne

Das niederdeutsche Kriminalstück feierte am Freitagabend seine sehr gelungene Uraufführung

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Perfekter Theaterspaß

„Das ist der tollste Schwank, den ich je gesehen habe.“ Das Publikum der Premiere „To’n Verleven, düsse Fischer“ der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN) sparte nicht mit Superlativen. Es war ein perfekter Theaterspaß dank der bestens aufgelegten Darsteller und der Regie von NBN-Urgestein Wolfgang Schütz.

vom 31. Oktober 2016

Aus der Redaktion der Kieler Nachrichten (Karsten Leng)

Neumünster

Die Handlung der Farce ist eigentlich nichts Außergewöhnliches. Bürgermeister Albert Sönnichsen (Frank Juds) möchte in seinem Wochenendhaus ein erotisches Schäferstündchen mit seiner geliebten Silke (Franziska Hauptmann) verbringen. Doch sie ziert sich. Als der Obdachlose Kay Fischer (Dieter Mielkereit) auftaucht und die vollmundigen Wahlversprechen des Bürgermeisters – Wohnraum für jeden – einfordert und dann auch noch Sönnichens Ehefrau Irene (Christina Theurer) auftaucht, geht es auf der Bühne rund.

 Frank Juds hat sich mit seinem facettenreichen Spiel den Ehrentitel Louis de Funès des Nordens verdient. Aufgedreht und mit großem mimischem Spektakel garniert erinnerte Juds phasenweise an den großen französischen Komiker. Seine „Gespielin“ Franziska Hauptmann schaffte galant den Spagat zwischen „dummer Nuss“ und frech einfordernder selbstbewusster Frau. Dieter Milkereit lief als Obdachloser wieder zu komödiantischer Höchstform auf, die bestechend war.

 Dass Christina Theurer erstmals als Gastdarstellerin verpflichtet worden war, muss als absoluter Glücksgriff bewertet werden. Fantastisch ihre Bühnenpräsenz. Großes Lob auch an Nachwuchsdarsteller Jason Zeichner, der als schlitzohriger Polizist seine Bühnenpremiere feierte. Allerdings muss er noch an seinem Plattdeutsch feilen.

 Im Zuschauerrund saß auch Ingbert Liebing. Der CDU-Politiker war, wie berichtet, erst am Nachmittag von seinem Amt als Landesparteivorsitzender und Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl zurückgetreten. Parteikollegin und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger hatte Liebing begleitet und ihn mit aufmunternden Worten zu trösten versucht.

 

 Weitere Aufführungen: 31.10., 1.11., 2.11., 5.11., Studio-Bühne (Klosterstraße), jeweils 20 Uhr; 3.11. und 4.11., Stadthalle, jeweils 20 Uhr; 6.11., Studio-Bühne, 16 Uhr. Karten im Vorverkauf: Konzertbüro Auch & Kneidl (Großflecken), Ticket-Hotline: Tel. 0651/9790777 und im Internet auf www.ticket-regional.de/nbn

31.10.2016 13:47 Alter: 146 Tage